Willkommen bei der Schweizerischen Offiziersgesellschaft der Artillerie

Am vergangenen Samstag, dem 14. September fand in Luzern die 29. Generalversammlung und Herbsttagung 2013 statt. Nach dem traditionellen Start mit Kaffee und Gipfeli ging es über zum geschäftlichen Teil, welcher von unserem Präsidenten, Oberst Matthias Vetsch, in gewohnt gekonnter und produktiver Art durchgeführt wurde. Nebst den ordentlichen Traktanden standen auch Wahlen in den Vorstand an. Wir möchten Oberstlt Markus Oetterli und Hptm Hadrien Jean-Richard an dieser Stelle herzlich zur Wahl gratulieren und wünschen ihnen viel Vergnügen an der Arbeit im Vorstand.

Nach einer kurzen Pause ging es dann über zur Herbsttagung, welche in diesem Jahr zusammen mit der AVIA Luftwaffe zum Thema "Joint Fires" durchgeführt wurde. Dabei durften wir am Vormittag den Ausführungen von Lt Col Cyril Mathias (FRA) über die von der französischen Armee gemachten Erfahrungen mit Joint Fires in Afghanistan und Mali. So erfuhren die Teilnehmer, dass die schnellen Erfolge der französischen Truppen ohne den Einsatz von Joint Fires nicht möglich gewesen wären und auch in Afghanistan, dessen französischer Sektor von der Überbauung mit der Schweiz vergleichbar ist, wurden 80% der Effekte am Boden mittels Unterstützungsfeuer erzielt, während lediglich 20% auf Bodentruppen entfielen.

Nach einer Führung durch das Bourbaki-Panorama und einem Stehlunch ging es am Nachmittag weiter mit einem Referat von Div Hans-Peter Walser, Chef Armeestab über die Weiterentwicklung der Armee und dabei schwergewichtig darüber, wie Joint Fires in der Schweiz verwirklicht werden könnte. Die Kernaussage seiner Ausführungen besteht darin, dass erst die Kompetenzen in der Kommunikation sichergestellt werden müssen, bevor man einen Effektor zum Einsatz bringt. Weiter wies Div Walser darauf hin, dass gerade der Aufbau einer Kompetenz wesentlich von den Wechselwirkungen der Grundparameter Personal, Diensttage, Finanzen und Verweildauer in der Armee abhängt. Dies hat aber nicht nur Auswirkungen auf neu zu erwerbende Fähigkeiten, sondern auch auf bestehende Aufträge.

Ihm folge ein Referat von Oberst i Gst Peter Bruns, Militärpilot, Stv C Ei LW und C Op Zen LW, über die Fähigkeiten der Luftwaffe heute. Weiter führte er aus, dass man mit der Ausserdienststellung des Hunters zum einen die Fähigkeit zur Führung des Erdkampfes verloren hat und zum anderen mit der Ausserdienststellung der Mirage IIIRS die Fähigkeit zur Luftaufklärung. Genau diese Kompetenzen könnte man mit der Beschaffung des Gripen wieder erlangen. Er wies jedoch auch daraufhin, dass man hier nicht eine Bereitschaft anstrebe, sondern in erster Linie den Kompetenzaufbau und -erhalt.

Zum Schluss der Herbsttagung gab es auch in diesem Jahr wieder ein Lieutenent's Raffle, an welchem in diesem Jahr ein Wochenende für zwei Personen in Weggis gewonnen werden konnte. Nachdem wir im letzten Jahr den Chef der Armee, KKdt André Blattmann, als Glücksfee waltete, fiel diese Aufgabe in diesem Jahr Div Walser zu, welcher Lt Bretscher "aus dem Hut" zog. Wir gratulieren Leutnant Bretscher zu seinem Gewinn und wünschen ihm viel Spass!

Nun fehlte nur noch der gemütliche Ausklang, welcher in diesem Jahr, artilleristisch korrekt, mit Barbara Bier vor dem Löwendenkmal stattfand.

Weitere Impressionen finden Sie hier.

Artilleristen und Luftwaffe mit gleicher Schussrichtung (Oberst i Gst Peter Schneider, ASMZ 10/2013)
Artillerie und Luftwaffe: Der Schulterschluss von Luzern (Oberst Peter Forster, Schweizer Soldat 10/2013)