Willkommen bei der Schweizerischen Offiziersgesellschaft der Artillerie

SOGART begrüsst Postulat der SiK SR

Die Schweizerische Offiziersgesellschaft der Artillerie (SOGART) begrüsst das Postulat der SiK Ständerat, in welchem sie den Bundesrat bis Ende 2013 beauftragt, die Frage zur Zukunft der Artillerie zu beantworten.

Die Artillerie hat in den Konflikten der jüngeren Geschichte stets eine entscheidende Rolle gespielt und ist keinesfalls ein überholtes Waffensystem des kalten Krieges. Sie ist ein zentraler Bestandteil jeder modernen Verteidigungsarmee. Die Anforderungen an Präzision und zur Vermeidung von Kollateralschäden nehmen jedoch stetig zu. Auch bietet der technologische Fortschritt laufend neue Möglichkeiten.

Die Schweizer Artillerie hatte ihren technologischen Höhepunkt zu Beginn der Armee XXI mit modernsten Systemen und Simulatoren. Seit fast einem Jahrzehnt wurde jedoch nichts mehr investiert. Seit 2008 wurde die Anzahl der Truppenkörper und die Anzahl der Panzerhaubitzen halbiert, die Panzerminenwerfer und Festungsartillerie komplett eliminiert. In einem Land, das bewusst auf Militärbündnisse verzichtet, ist damit das Minimum für einen Kompetenzerhalt weitgehend erreicht.

Damit die Zukunft der Artillerie nicht in eine ähnlich unglücklich Situation steuert, wie dies zur Zeit beim Tiger-Teilersatz verfolgt werden kann, ist eine seriöse und durchdachte Studie in einem vernünftigen Zeitraum bis Ende 2013, wie sie der SiK Ständerat in Auftrag gegeben hat, aus Sicht der SOGART das richtige Mittel. In diesem Zeitraum kann auch auf den dannzumal vorliegenden Grundlagen zur Weiterentwicklung der Armee (WEA) aufgebaut werden. Bis zum Vorliegen der Studie als Entscheidungsgrundlage soll auf weitere Sofortmassnahmen verzichtet werden, um nicht Entscheide vorweg zu nehmen.

Postulat 11.3752 der SiK SR "Zukunft der Artillerie" vom 04.07.2011